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Wozu Physik nicht alles gut ist...

Wozu Physik nicht alles gut ist...

Kennt ihr das? Da sagen die Lehrer: Seite so und so im Lehrbuch, die und die Aufgabe. Und ihr als fleißiger Schüler, ihr denkt natürlich: Oh, hey, wow, eine Aufgabe! Hab endlich wieder was zu machen!

Und dann schlagt ihr das Physikbuch auf und dann stehen da Sachen wie:

'Von zwei äußerlich gleich aussehenden Stäben ist der eine Stab ein unmagnetischer Eisenstab und der andere ein Permanentmagnet. Erläutere, wie man ohne spezielle Hilfsmittel feststellen kann, welcher der beiden der Eisenstab ist!'

Und ihr dann nur so: What the fuck...?!

Und ihr denkt euch natürlich, was für ein Mist, wieso sollte ich denn so was wissen? Werde ich ja eh niemals brauchen! (Und außerdem: Wie soll denn ein Eisenstab unmagnetisch sein, hm? Eisen, Nickel und Cobalt sind die einzigen Metalle, DIE Magnetisch sind, aber dieser eine Eisenstab in der Aufgabe ist es natürlich nicht, nein!)

Und ihr entscheidet: Ach, scheiß drauf, ich schreib vom Nachbarn ab.

Ihr kopiert die tolle Aussage, die auf dem Blatt des Tischnachbarn steht und seid völlig zufrieden mit euch.

Und dann ist die Stunde ja eh schon vorbei und kein einziger eurer Gedanken dreht sich noch um unmagnetische Eisenstäbe oder Permanentmagneten. Wieso auch? Diese beiden Wörter gehören schließlich nicht in das Vokabular eines 15 – 17 jährigen Teenagers. Da gehören Wörter, wie: 'Geil, Alta, krass, Elefantenscheiße oder was gugst du?!' rein, aber keine physikalischen Fachwörter.

Und so lebst du deines Weges, völlig bescheuert und naiv, wie ein kleines Toastbrot in der weiten, weiten Welt und die höchste Frage, die du dir jemals stellen wirst, ist diese:

Soll ich heute lieber Toastbrot mit Nutella oder lieber mit Erdbeermarmelade essen?

Aber, eines fiesen Tages wird sich Gott an dir rächen, weil du als kleiner blöder Teenager ja immer gesagt hast, es gäbe keinen Gott und bla, bla, bla. Und du hast ja gelogen und gesündigt und nun ja, jetzt bekommst du dafür die Rechnung.

Und glaube mir, es wird dich völlig unerwartet direkt in den Magen treffen.

Es ist ein sonniger Tag, du mit deinen Gedanken beschäftigt (Soll ich rechts oder links lang? Soll ich erst ein- oder erst ausatmen?) und natürlich nichts ahnend, läufst den Gehweg entlang. Natürlich nur um deinen Block rum, du willst ja wieder zurück finden und dich nicht verlaufen, als du plötzlich, aus heiterem Himmel, überfallen wirst.

Nein, nicht von einem Arschloch, der deine Handtasche will, denn deine Handtasche ist ja eh nur ein Fake und keine echte Gucci-Produktion, nein, du wirst von einem 15 – 17 jährigen Teenager überfallen, der glaubt, dass Erwachsene oder Ältere (du bist ja nun nicht mehr der/die Jüngste) doch alles wissen.

Und natürlich will der auch nicht deine Handtasche oder deine Brieftasche; der will dir nur eine kleine winzige physikalische Frage stellen.

Ob du Ahnung von Physik hättest.

Du, blöd wie Stroh, denkst: Ha, ha, ich bin schlau, ich kann dem ja sicher helfen!

Sagst also ja, mit Gedanken bei deiner Schulzeit, dich erinnernd, dass du in Physik immer alles richtig hattest (was natürlich nicht an dir lag, sondern an deinem Vater, der einen Physiklehrer bestochen hat, damit du bestehst, was du aber nicht weißt). Und dann kommt die Frage, bzw. die Aufgabe:

'Von zwei äußerlich gleich aussehenden Stäben ist der eine Stab ein unmagnetischer Eisenstab und der andere ein Permanentmagnet. Erläutere, wie man ohne spezielle Hilfsmittel feststellen kann, welcher der beiden der Eisenstab ist!'

Und du nur so: What the fuck...?!

Und stehst wie der letzte Trottel da, denn du hast ja keine Ahnung. Und dann kommen Leute wie dein Tischnachbar, ganz zufällig natürlich, plötzlich des Weges(du hast sie Jahre, ach was, JAHRZEHNTE nicht gesehen, hattest keine Ahnung, dass sie überhaupt noch leben, aber dann sind sie auf einmal da) und sagen so Dinge wie: Oho, DIE Aufgabe kenn ich noch! Klasse 10 war das! 27. 08. 2010, bei Fr. Wolf in der Doppelstunde Physik, das war ein Freitag, ja, ja, in der vierten und fünften Stunde!

Und du nur so: Äh...Käsekuchen?!

Dein Blick gleicht dem eines Autos und du fragst nicht mal mehr nach, was hier gerade für paradoxes Zeugt passiert und wartest ab, was jetzt genau geschieht.

Und? Was geschieht?

Dein Tischnachbar erklärt dem kleinen Teenager die Aufgabe, du daneben und verstehst natürlich nichts. Du erkennst die Aufgabe langsam wieder, aber wie die Lösung damals war und wie sie heute ist, kannst du nicht wissen. Du hast echt absolut keine Ahnung und klingts dich einfach aus. Abwarten, ist deine Devise.

Dann ist der Moment der Aufklärung vorbei und ehe du dichs versiehst, hörst du nur noch, wie der Teenager sich bedankt und feiernd abzieht und dein ehemaliger Tischnachbar sagt:

„Physikunterricht sei Dank! So wusste ich, wie ich einen unmagnetischen Eisenstab ohne spezielle Hilfsmittel von einem Permanentmagneten unterscheiden konnte! Gut, das ich damals aufgepasst habe!“

Und ehe du noch etwas tun kannst, ist dein Tischnachbar genauso plötzlich wieder verschwunden, wie er aufgetaucht ist.

Und du denkst dir nur so:

„Was ist in dieser Welt bloß schief gelaufen?!“ und gehst weiter deines Weges, lebst weiter dein dummes naives Leben und du fühlst dich gut dabei.

(Während dein Tischnachbar arme Leute auf der Straße belästigt und denen erzählt, wie sie den waagerechten oder senkrechten Wurf berechnen können... ← Ich meine, man kanns ja auch übertreiben!)

MFG, Isa

23.2.11 16:43
 


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